Vor einigen Wochen bekam ich eine zunächst recht nüchterne Anfrage zu einem Portraitshooting von einem strategischen Immobilienmanager (CRE/Asset/Development) | ESG & Energieeffizienz | Aufbau technischer Organisationen | Führung 20+ MA | Immobilienökonom 😜.
Diese Buchungsanfrage kam allerdings mehr oder weniger gleich mit einem mehrseitigen, ziemlich guten Briefing zu seinen fotografischen Ansprüchen. Fast so, als hätte ich gerade eine Anfrage für ein zehntägiges Fashion-Shooting in Kapstadt bekommen … ähm … ja, was soll ich mehr dazu sagen?!
Nach ein paar Telefonaten und E-Mails stand dann dieser zunächst so sachlich wirkende „Strategische Immobilienmanager“ tatsächlich zu den Aufnahmen bei mir im Esslinger Studio – und auf einmal war das einfach ein ganz richtig fescher, lustiger Typ namens Falko … so fing die Geschichte eigentlich an.
Als wir uns nach diesem erfolgreichen Portraitshooting verabschiedeten, erzählte er mir – neben vielen anderen Themen in unseren wirklich unterhaltsamen Gesprächen über Gott und die Welt – von seiner Leidenschaft: KI AIKIDO.
KI AIKIDO?
Mein allererster Gedanke war: „Ja klar … hat bestimmt irgendwas mit MIKADO zu tun, ist ja wohl sicherlich derselbe Wortstamm?!“ 🙈
Wie dumm von mir. Ich lag damit ungefähr so weit daneben wie Stuttgart von Kapstadt … ist ja gut, heute weiß ich es natürlich auch besser. KI AIKIDO ist eine besondere Ausrichtung des Aikido, bei der die Einheit von Geist und Körper, Entspannung, Zentrierung und eine harmonische Führung der Bewegung eine zentrale Rolle spielen. Es geht dabei weniger darum, Kraft gegen Kraft zu setzen, sondern die Bewegung des Partners aufzunehmen, zu führen und umzulenken.
Jedenfalls wollte Falko gemeinsam mit seinem Freund Stephan (Insider: Stephan mit „ph“ 😜) ein KI-AIKIDO-Fotoshooting organisieren.
Die Idee: hartes Licht, viel Schwarz-Weiß, minimalistisch, starke Kontraste – und jede Menge Techniken aus einer Kampfkunst, von der ich bis dahin wirklich überhaupt keine Ahnung hatte.
Für den Termin rief ich natürlich sofort meine liebe Fotoassistentin Ada an. Meine rechte Hand, selbst angehende Fotografin, hervorragendes Auge und jede Menge Talent. Die Technik im Esslinger Studio hatte sie ohnehin komplett im Griff … KI AIKIDO allerdings war auch für sie absolutes Neuland.

Also: Augen zu … und durch.
Stephan und Falko waren die erfahrenen Aikidoka. Ada und ich die Meister im Fotostudio.
Und wenn zwei Welten aufeinandertreffen, deren „Herrscher“ sich auf Anhieb verstehen, entsteht meistens etwas richtig Gutes. Da waren wir uns alle ziemlich schnell einig.
Stephan kannte ich übrigens noch von gaaaaanz früher. Auch das machte die Sache spannend, denn er arbeitet seit vielen Jahren als Art Director einer Werbeagentur, mit der ich damals bereits für Fotoproduktionen nach Kapstadt geflogen bin.
Somit war das erste Erlebnis schon vor dem eigentlichen Shooting ein weiteres zweites mehrseitiges Monumental-Briefing für den KI-AIKIDO-Fototag vom Herrn Art Director … uff! Und der hat ja mal ’ne Ahnung von Briefings und hat dieses auch perfekt ausgearbeitet 👍 🤗. Genau so, wie ich es von dieser Agentur schon damals für Kapstadt und andere Aufträge gewohnt war.
Zum Shooting brachten Falko und Stephan dann nicht nur Keikogi (Uwagi und Zubon), Obi, Hakama und Zori mit, sondern auch Bokken, Jo und Tanto.
Ha, ha … jetzt habe ich Euch, oder? 🤪
Keine Sorge – ich musste das auch erst lernen.
Für die Fotos haben sie sich bei der Bekleidung dann natürlich gegen die Zori und bei den Waffen ausschließlich für Bokken und Jo entschieden.
Dass beide mit ihren Glatzen (ja, darf ich schreiben – ich habe vorher extra gefragt 😄) ihr KI AIKIDO mit voller Hingabe auch im Studio lebten und jede einzelne Körperhaltung bis ins kleinste Detail perfektionierten, verdient großen Respekt.
Genauso wie Ada, die gemeinsam mit mir die Lichtstative teilweise nur um wenige Zentimeter nach rechts, links, oben oder unten verschob, bis wirklich alles gepasst hat.

Auf Hair & Make-up haben wir übrigens ganz bewusst verzichtet. Erstens gab es in Sachen Hair … nun ja … nicht wirklich viel zu tun 🤣
Und zweitens hätte Make-up einfach nicht zur Bildsprache gepasst.
Eine leicht glänzende Haut während einer intensiven Technikarbeit wirkt authentisch, kraftvoll und genau so, wie wir die Serie erzählen wollten.
So entstanden schließlich – Ada und ich finden: ziemlich geile (excuse my language 😄) – Bilder einer Kampfkunst, die für uns zumindest bis dahin relativ unbekannt war.
Und das gemeinsam mit zwei echten KI-AIKIDO-Aikidoka, deren Aufnahmen vermutlich schon bald zumindest in der Stuttgarter KI-AIKIDO-Szene ihre Runde machen werden 👍. Stephan hat mit unseren Aufnahmen übrigens auch eine hervorragende Fotoserie mit entsprechendem Text auf seine IG-Seite gesetzt. Schaut doch mal drauf:
https://www.instagram.com/p/DdhX-XVjejxRixhty9ZlyU3QN5i1HQlhJNGqkE0/
Lieber Falko, lieber Stephan,
vielen Dank für diese außergewöhnliche Fotoerfahrung, Euer Vertrauen und den Spaß, den wir gemeinsam hatten. Und natürlich auch wieder ein riesiges Dankeschön an „meine“ Ada für ihre großartige Unterstützung.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Projekt, bei dem ich wieder völlig ahnungslos starte … und am Ende begeistert nach Hause gehe.
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Ich danke Euch für Euren Support und bin schon gespannt auf Euer Feedback!
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal,
Michael




