Haarklammern fotografieren? Nein. DOOUUP fotografieren!
Manchmal klingelt im Esslinger Fotostudio das Telefon. Manchmal kommt eine Mail. Und manchmal kommt eine Mail, bei der ich kurz innehalte und denke: „Okay Michael, jetzt wird’s interessant.“
So geschehen, als Frau Triulzi von doouup® schrieb. Neue Anwender- und Hero-Fotos für Website, Social Media, Newsletter, Flyer – und bitte auch großformatig für die Messe Top Hair Düsseldorf 2026 u.a.. Großformatig heißt: riesig. So groß, dass selbst meine Lichtstative nervös werden.
Ich sagte natürlich zu. Und fragte mich dann aber: Was genau ist eigentlich doouup®?

Eine Haarklammer.
Gut. Haarklammern kenne ich. Die liegen bei Shootings rum, stecken in Frisuren, hängen irgendwo im Bad der Damen oder standen früher im Drogeriemarkt auf diesem drehbaren Ständer, an dem man nie vorbei kam, ohne dass irgendwas runterfiel.
Aber dann kam der entscheidende Satz: „Unsere Haarklammer ist nahezu unsichtbar im Haar.“
Aha. Also eine Haarklammer, die man nicht sehen soll.
Und die ich fotografieren soll.
Perfekt.

Und dann – Plot Twist – gibt es sie auch in verschiedenen Farben, weil Kundinnen sich stilvolle Akzente wünschen.
Also unsichtbar. Aber bitte auch sichtbar.
Dezent. Aber auffällig.
Versteckt. Aber heroisch.
Genau mein Humor.
Mir war klar: Das braucht ein persönliches Briefing. Zum Glück sitzt doouup® nur „über’n Berg“ in Waiblingen. Also kam Frau Triulzi (zwischenzeitlich Bianca) zu einem Besuch ins Esslinger Studio, um auch gleich mal zu schauen, ob ihr die Räumlichkeiten gefallen. Mit Letzterem hatte ich gar kein Problem… aber als vermutlich erster Werbefotograf, der offen zugibt, noch nie bewusst eine Haarklammer analysiert zu haben.
Und ich lernte. Viel.
Zwölf Gramm leicht. Ergonomisch. Flexibel. Patentierte Einschiebebügel, die wie zusätzliche Haarnadeln funktionieren. Den ganzen Tag Halt, ohne dass man das Gefühl hat, einen Metallbügel aus dem Baumarkt am Hinterkopf zu tragen. Komplett made in Germany. Nachhaltig gedacht. Reparieren statt wegwerfen. Ein Jahr Anti-Bruch-Garantie. Entwickelt mit Herzblut über mehrere Jahre.
Kurz gesagt: Das Ding ist kein Plastikclip. Das ist deutsche Ingenieurskunst für Frisurenform.

Spätestens da war ich drin im Projekt.
Für die Hero-Fotos brauchte es natürlich starke Looks. Und da kommt meine Geheimwaffe ins Spiel: Dinah, meine großartige Hair-&-Make-up-Artistin, mit Erfahrung vom bekannten Stuttgarter „Le Salon Deluxe“ Starfriseur und der Ruhe einer Zen-Meisterin mit Haarspray. Wenn jemand eine Haarklammer so inszenieren kann, dass sie nicht zu sehen ist – und trotzdem wirkt –, dann sie.
Wir casteten mit der jungen Louisa und der erfahrenen Heidi zwei Top-Profi-Models für die großen Messe-Motive und mehrere tolle Semi-Models für die Anwenderbilder. Unterschiedliche Altersgruppen, unterschiedliche Haarfarben, unterschiedliche Strukturen. Von „seidenglatt“ bis „Naturgewalt“. Bianca war anspruchsvoll – und das völlig zu Recht. Wer so ein Produkt entwickelt, will es auch perfekt präsentiert sehen.
Und dann standen wir da. Zwei Tage Shooting. Licht setzen. Haare stylen. Feinjustieren. Wieder Licht setzen. Denn was viele unterschätzen: Dunkles Haar schluckt Licht. Helles Haar reflektiert wie eine kleine Sonne. Locken werfen Schatten, glattes Haar zeigt jede Ungenauigkeit. Und irgendwo dazwischen sitzt eine Haarklammer, die eigentlich gar nicht auffallen möchte.
Fotografisch war das eine schöne Herausforderung. Genau mein Ding!

… aber unter uns:
Es hat mich weniger „Das Unsichtbare Haarklammern Fotografieren“ herausgefordert, sondern diese EINE dumme freche, arrogante, ordinäre, fette, summsende, aber doch recht flinke und eventuell doch intelligente stinknormale Stubenfliege, da sie zumindest diesen einen Tag trotz mehrmacher Mordversuche doch überlebt hat – ich musste das Ding aus dem einen oder anderem schönen Foto wegretuschieren, but no problem, tierlieb wie ich bin.
Was mich aber wirklich überrascht hat: Wie viele Styling-Varianten mit diesem kleinen 12-Gramm-Teil möglich sind. Ganz ehrlich – ich dachte früher, Haarklammern sind für „wilden Dutt und fertig“.
Aber da geht deutlich mehr. Und ja, ich erinnere mich noch dunkel an meine Phase mit langen Haaren – Deep Purple, Black Sabbath, The Sweet – der junge Michael war modisch ganz vorne mit dabei. Auch mit den Haaren, allerdings ohne Haarklammer. Und definitiv ohne doouup®.
Am Ende der zwei Tage war die Stimmung dann grandios. Die Models gingen mit einer geschenkten doouup® im Haar nach Hause, dazu die obligatorische „Studio-Micha-Kinderschokolade“ in der Hand (I luv them). Bianca war happy. Dinah sowieso. Und ich wusste: Das wird stark auf der Messe!
Jetzt laufen Bildauswahl und Finalisierung, und die Top Hair Düsseldorf 2026 rückt schneller näher, als man „Einschiebebügel“ sagen kann.
Mein Fazit? Manchmal sind es die kleinen Dinge, die richtig groß werden – wenn Idee, Mut und Qualität zusammenkommen. Und wenn man sie gut fotografiert.

Und by the way: Alle Frauen, die die doouup® an diesen zwei Tagen getestet haben, waren begeistert. Ich sag nur so viel: Das passiert nicht bei jedem Produkt.
Wenn du bis hier gelesen hast, dann weißt du jetzt: Ich fotografiere nicht einfach Produkte. Ich erzähle ihre Geschichte. Und davon gibt es hier im Blog noch einige.
Bleib dran. Es lohnt sich.

